In dir wächst der Wunsch nach einem Kind und gleichzeitig spürst du den sozialen Druck, ein Kind zu bekommen, weil sich ein Teil deines Umfeldes in deine persönliche Situation einmischt. Verwandte und Freunde meinen es gut, wenn sie dir viele Ratschläge geben, übersehen aber vielleicht, dass es ihre Erwartungen sind und nicht deine. Es ist eine Herausforderung, mit diesem sozialen Druck umzugehen.
Der gesellschaftliche Druck, Kinder zu haben, geht von traditionellen Erwartungen aus. Die gesellschaftliche Erwartung entwickelt sich aus Erziehung, Bildung und dem jeweiligen sozialen Umfeld. In ländlichen Gebieten ist der Kinderwunsch tendenziell weiter verbreitet als in Großstädten. Vor Jahrhunderten galten Eltern mit vielen Kindern als erfolgreich. Fruchtbarkeit war ein Statussymbol und wichtiger als die Frage, in welcher sozialen Schicht die Kinder aufwuchsen. Unter dem Einfluss der Kirche wurde jungen Menschen früh beigebracht, dass sie Kinder haben müssen, um im Alter versorgt zu sein. Damit verbunden waren Erwartungen, die in der Gesellschaft weit verbreitet waren.
Wie unterschiedlich die Menschen über den Kinderwunsch denken, sieht man an den Kommentaren auf den Social Media Plattformen. InfluencerInnen versichern, dass es nichts Schöneres auf der Welt gibt, als Eltern zu werden. Die Vielfalt ermöglicht es gleichgeschlechtlichen Paaren, Kinder zu adoptieren oder durch Leihmutterschaft Eltern zu werden. Die Regierung spricht von Fachkräftemangel und Geburtenrückgang. Ältere Menschen brauchen Unterstützung im Alter, es fehlen Kinder, die diese Unterstützung im Erwachsenenalter leisten.
Wie gehe ich mit Erwartungen und Kommentaren um?
Sozialer Druck beim Kinderwunsch wirkt sich negativ auf das Wohlbefinden aus. Auf PSY- Gesundheit.ch erfährst du mehr über die verschiedenen Herausforderungen in der Zeit des Kinderwunsches. Die folgenden 3 Tipps helfen dir, mit den Kommentaren aus deinem Umfeld umzugehen.
- Tretet als Paar geschlossen auf, wenn es um die Frage des ersten oder weiteren Kindes geht. Unterstützt euch gegenseitig und verweist auf die Realität, dass gesellschaftlicher Druck den Kinderwunsch hemmt.
- Ignoriere die Erwartungen der Gesellschaft. Du zeugst kein Kind für die Gesellschaft, die Politik oder die Kirche, sondern für dein eigenes Familienleben.
- Teile deinen Kinderwunsch nicht allen Menschen in deinem Umfeld mit und äußere dich nicht in den sozialen Medien dazu.
Wenn du das Gefühl hast, dass der soziale Druck dich kontrolliert und nicht umgekehrt, sei mutig und suche Hilfe bei Fachleuten zum Thema Kinderwunsch. Mehr zum Thema findest du hier.








