Kinder erleben in ihrem Alltag neben vielen schönen auch immer wieder frustrierende und unbefriedigende Situationen. Im Gegensatz zu Erwachsenen müssen Kinder jedoch erst nach und nach lernen, mit solchen Situationen und den damit verbundenen Gefühlen umzugehen. Dabei brauchen sie deine liebevolle Begleitung, um langfristig eine gesunde Frustrationstoleranz und Resilienz zu entwickeln.
Frustration bei Kindern ist meist ein Zeichen von Überforderung mit einer konkreten Situation. Schon kleine Enttäuschungen zu ertragen, kann für sie schwierig sein. In solchen Situationen brauchen sie Akzeptanz für ihre Gefühle und Unterstützung bei der Bewältigung ihrer persönlichen Belastung.
Der Umgang mit Herausforderungen
Um zu lernen, mit schwierigen Situationen umzugehen und sie auszuhalten, braucht es eine stabile und tragfähige Bindung zwischen Eltern und Kind, in der Verhaltensweisen eingeübt werden können und in der das Kind respektiert wird. Das Lernen am positiven Vorbild der Eltern ist dabei der Schlüssel zur Entwicklung von Frustrationstoleranz und Resilienz.
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Die Wichtigkeit von Resilienz
Es ist wichtig, die Entwicklung von Resilienz bei Kindern frühzeitig zu fördern. Dies ist nur möglich, wenn das Kind versteht, was von ihm erwartet wird und warum. Und es braucht viele Gelegenheiten, sich auszuprobieren und zu lernen. Je mehr unterschiedliche Erfahrungen Kinder machen können, desto vielfältiger sind die Möglichkeiten, eine stabile Resilienz zu entwickeln. Du als Erwachsener kannst dein Kind dabei wesentlich unterstützen, indem du ihm eine sichere Bindung bietest, die Voraussetzung für die Entwicklung von Konfliktfähigkeit, Selbstwertgefühl, Ausdauer und Selbstständigkeit ist.
Viele Anregungen hierzu gibt es beispielsweise im Resilienz-Buch von Brooks und Goldstein.
Die hilfreichsten Rituale zur Stressbewältigung
Stress bei deinem Kind führt meist auch zu Stress bei dir und umgekehrt. Es gibt aber einige bewährte Rituale, die helfen können, mit Stress umzugehen.
- Unternimm beruhigende Aktivitäten mit deinem Kind (z.B. Malen, Vorlesen).
- Lass dein Kind sich austoben, gerne auch mit dir zusammen (z.B. Tanzen, Fussballspielen).
- Biete deinem Kind gemeinsame Zeit und schöne Erlebnisse (z.B. Spielen im Park, Schwimmen gehen).
- Biete deinem Kind Rückzugs- und Entspannungsmöglichkeiten (z.B. «eigene Höhle», ruhige Musik, Kinderyoga).
- Erlaube deinem Kind, seinen Gefühlen in geschütztem Rahmen freien Lauf zu lassen. (z.B. auf ein Kissen boxen).
Es gibt viele Möglichkeiten, deinem Kind zu helfen, eigene Ausdrucksformen für seine Frustration zu finden und mit Stress umzugehen. Akzeptanz und Geduld sind dabei ebenso wichtig wie eine tragfähige Beziehung.










