Dass du vor einer Geburt aufgeregt und unsicher bist, ist völlig normal. Wenn aber die Geburtsangst über Hand nimmt, kann das Warten auf die Geburt zum Stressfaktor werden. Das muss nicht sein. Mit bewährten Tipps und Infos über den Geburtsvorgang kannst du deine Ängste vor der Geburt in den Griff bekommen.
Gerade beim ersten Kind gibt es viele Fragen. Du wünschst dir ein positives Geburtserlebnis. Gleichzeitig hast du vielleicht Angst vor den Schmerzen, die gesamte Situation ist eine große Herausforderung. Wird alles gut gehen? Wird mein Baby sanft zur Welt kommen? Hoffentlich ist es gesund! Hoffentlich kann ich normal entbinden, ich habe Angst vor einem Kaiserschnitt! Vielleicht hast du bei einer früheren Geburt negative Erfahrungen gemacht.
Die gute Nachricht: Du bist nicht allein. Eine gute Gesprächspartnerin ist deine Hebamme oder die Leiterin deines Geburtsvorbereitungskurses. Du kannst auch mit deiner Frauenärztin reden. Mit deinem Partner oder einer anderen vertrauten Person kannst du ebenfalls über deine Ängste sprechen.
Ja, eine Geburt ist nicht vollkommen schmerzlos. Von den ersten Wehen bis zum ersten Schrei des Babys kann viel Zeit vergehen. Es kann Komplikationen geben. Aber mit einer guten Vorbereitung und Planung gelingt es dir, im Vorfeld die meisten Ängste zu überwinden. Es ist sehr hilfreich, wenn du über die Vorgänge gut informiert bist. Empfehlenswert ist zum Beispiel das Buch Sorglos Mutter werden: Alles Wichtige für eine gesunde Schwangerschaft.
Die Geburtsvorbereitung spielt eine wichtige Rolle
Dazu gehören nicht nur all die Dinge, die du für die Ankunft deines Kindes brauchst. Genauso wichtig ist es, dass sich dein Körper auf die Geburt vorbereitet. Am besten besuchst du im letzten Drittel der Schwangerschaft einen Geburtsvorbereitungskurs. Du lernst entspannende Übungen und wirst mit der richtigen Atemtechnik vertraut. Sehr hilfreich ist es, wenn du dir Zeit für dich nehmen kannst. Meditation oder Autogenes Training sind gute Methoden, damit du ein positives Geburtserlebnis hast.
Was gehört zur Geburtsplanung?
Die Geburtsplanung ist ein weiterer Schritt, mit dem du die Geburtsangst überwinden kannst. Erkundige dich, welche Klinik in der Nähe infrage kommt. Meistens kannst du den Kreißsaal und die Ausstattung besichtigen. Gut, wenn dein Partner dabei ist – vor allem dann, wenn er plant, dich bei der Geburt zu begleiten. Wichtig ist auch, ob die Klinik eigene Hebammen beschäftigt oder ob Beleghebammen im Einsatz sind. Es ist in jedem Fall gut, wenn du die Hebamme bereits vor der Geburt kennenlernst. Selbstverständlich kannst du auch eine Hausgeburt wählen. In diesem Fall besprichst du mit deiner Hebamme alle wesentlichen Punkte.
Du kannst vorher festlegen, wie deine Einstellung zu Schmerzmitteln ist. Es sollte möglich sein, dass du deine Entscheidung während der Geburt nochmal änderst. Ein positives Geburtserlebnis ist mit einer PDA ebenso möglich wie mit dem Verzicht auf Schmerzmittel.
Auch wenn die Geburtsangst eher ein emotionales Gefühl ist als eine rationale Angst: Gute ÄrztInnen und erfahrene Hebammen sorgen für deine Sicherheit. Und je besser du informiert bist, desto geringer wird die Angst vor der Geburt!








